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Februar 3, 2011

Pressetext Januar 2011

von federfunken

„Dieses Jahr schreibe ich ein Buch!“ – Fünf Tipps vom Schreibcoach

Regelmäßig Sport treiben. Einen besseren Job suchen. Ein Buch schreiben. So oder ähnlich dürften bei vielen Menschen wieder einmal die Vorsätze fürs neue Jahr lauten. Fast jeder träumt davon, die eigenen Ideen und Gedanken zu Papier zu bringen – und das neue Jahr erscheint als idealer Zeitpunkt, diesen Plan endlich umzusetzen.

Warum es trotzdem oft nur bei dem Wunsch bleibt? Für gewöhnlich liegt es keinesfalls an mangelnden Ideen, sondern daran, dass zunächst ein großes Maß an Überwindung und Selbstdisziplin notwendig ist, um solch ein Projekt in Angriff zu nehmen. Ein ganzes Buch schreiben zu wollen ist eine sehr abstrakte Vorstellung, denn der Autor muss eine immense Textmenge bewältigen. Es ist verständlich, dass unerfahrene Schreiber davor zurückscheuen und den Beginn immer wieder hinauszögern . Deswegen gilt: Denken Sie nicht darüber nach, dass Sie irgendwann im Lauf des Jahres Ihr komplettes Buch schreiben werden. Nehmen Sie sich stattdessen vor, heute Abend die ersten Sätze zu schreiben und bis zum Wochenende die Anfangsszene fertigzustellen. Oder besser, fangen Sie jetzt sofort an.

In kleinen Zeit- und Texteinheiten planen

Setzen Sie sich kleine, überschaubare Etappenziele: Bis zum Wochenende die erste Szene, im Lauf der darauffolgenden Woche das gesamte erste Kapitel, anschließend innerhalb der nächsten drei Tage die Einführung des Antagonisten. Das lässt sich meist problemlos umsetzen und jeder Erfolg spornt an, weiterzuschreiben.

Nicht entmutigen lassen

Eine ganze Woche haben Sie an der Anfangsszene gefeilt – und trotzdem gefällt sie Ihnen nicht? Kein Grund, das Handtuch zu werfen! Niemand kann einfach mal eben einen Bestseller aus dem Ärmel schütteln. Schreiben ist ein Handwerk, das erlernt werden muss. Betrachten Sie daher jeden Entwurf, so wenig er auch Ihren Erwartungen entspricht, als wertvolles Rohmaterial, das Sie im Lauf der Zeit ausführlich schleifen und verfeinern können. Jeder Text, und klingt er noch so holprig, ist besser als eine grandiose Idee, die nie zu Papier gebracht wurde.

Die Zauberformel: Kontinuität

Achten Sie darauf, sich regelmäßig mit Ihrem Text zu beschäftigen. Es ist ganz normal, dass man nach einer längeren Pause eine Weile braucht, bis man wieder in die Story hineingefunden hat. Lassen Sie deshalb die Abstände zwischen Ihren Schreibphasen nicht zu groß werden. Wenn Sie nur alle paar Monate an Ihrem Buch weiterarbeiten, ist der Frust vorprogrammiert. Idealerweise sollten Sie mindestens drei bis vier Mal pro Woche wenigstens einen kurzen Blick auf ihren Text werfen. Auch wenn Sie dabei vielleicht bloß zehn Minuten lang ältere Abschnitte lesen und einige Formulierungen verbessern – diese Kontinuität hilft Ihnen, den Bezug zu Ihrer Story nicht zu verlieren.

Kampf dem inneren Schweinehund!

Ihre Etappenziele können darin bestehen, eine von Ihnen festgelegte Textmenge zu tippen, konkrete Szenen zu schreiben oder täglich eine bestimmte Zeit an Ihrem Text zu arbeiten. Sie ertappen sich dabei, dass Sie das Schreiben hinauszögern, weil bis zu Ihrer persönlichen Deadline noch viel Zeit ist? Dann planen Sie vielleicht immer noch zu großräumig: Nehmen Sie sich künftig nicht mehr vor, bis zum Wochenende ein ganzes Kapitel zu schreiben, sondern konzentrieren Sie sich auf einen Abschnitt täglich. Und wenn Sie feststellen, dass Sie Szenen hastig runterschreiben ohne sich sonderlich Mühe zu geben, um möglichst rasch Ihr Schreibpensum zu absolvieren, sollten Sie nicht mehr eine bestimmte Textmenge, sondern das Einhalten von Schreibzeiten als persönliches Etappenziel festlegen. Aber vielleicht mangelt es Ihnen auch an Motivation, weil Sie insgesamt mit Ihrer Schreibweise unzufrieden sind? Würden Sie zum Beispiel statt dem Eingangskapitel lieber eine andere Szene schreiben? Nur zu: Probieren Sie aus, welche Methode Ihnen am besten hilft, den inneren Schweinehund zu bändigen und gleichzeitig nicht die Freude am Schreiben zu verlieren.

Fordern statt überfordern

Wenn Sie in Stresszeiten krampfhaft versuchen, ihr bisheriges Schreibtempo beizubehalten, führt das rasch dazu, dass das Schreiben nur noch als Belastung empfunden wird – und dann ist die Entscheidung, alles hinzuwerfen, nicht mehr weit. Seien Sie flexibel und passen Sie deshalb Ihr Schreibpensum Ihrer aktuellen Situation an. Ihre Etappenziele sollen Sie anspornen, aber nicht überfordern: Besser, Sie schreiben zehn Minuten mit Freude und Begeisterung, als dass sie sich drei Stunden lang durch Ihren Text quälen und dabei allmählich die Lust verlieren.

Und wenn es dennoch nicht klappt?

Wenn der Text trotz mehrfachem Überarbeiten einfach nicht mitreißender klingt? Wenn Sie plötzlich selbst kleine Etappenziele nicht mehr erreichen können, weil es aus unerfindlichen Gründen irgendwo hakt? Oder wenn Sie womöglich noch überhaupt nichts geschrieben haben, da es Ihnen einfach nicht gelingt, Ihre vielfältigen Ideen zu sortieren? Dann gibt es immer noch das Schreibcoaching Federfunken. Dort finden Sie Rat und Unterstützung, , ganz egal, ob es darum geht, ein Konzept zu entwickeln, eine Schreibblockade zu überwinden oder einem fertigen Text den letzten Feinschliff zu verleihen. Besonders wertvoll ist die „Hilfe zur Selbsthilfe“: Schwächen erkennen, für die Zukunft daraus lernen – und darüber die eigenen Stärken nicht vergessen ist oberstes Gebot. Dann macht das Schreiben auch in einem Jahr noch Spaß! Und bei der nächsten Sylvesterfeier werden Sie sich nicht mehr vornehmen, „endlich das verdammte Buch zu schreiben“, sondern planen, Ihr Buch im kommenden Jahr Verlagen anzubieten … Und nebenbei vielleicht schon mit dem nächsten Manuskript zu beginnen.

 

Im Rahmen Ihres Schreibcoachings Federfunken berät und unterstützt Nadine Muriel sowohl geübte Autoren als auch Anfänger. Weitere Infos gibt es unter http://www.federfunken.wordpress.com

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